Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Wilfried Kuhn, Prof. Dr. Enno Edzard Popkes und Christine Brekenfeld über neurologische Perspektiven auf Nahtoderfahrungen und verwandte Phänomene

Seit den Anfängen einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Nahtoderfahrungen wurde immer wieder eine Frage in vielen Variationen wiederholt, die folgendermaßen formuliert werden kann: Können Nahtoderfahrungen als Halluzinationen bzw. als Fehlfunktionen eines sterbenden Gehirns gedeutet werden? Eine solche Einschätzungen wird von vielen Hirnforschern vertreten, die ein sogenanntes ,reduktiv-materialistisches Menschenbild‘ vertreten. Es gibt jedoch auch Hirnforscher, denen zufolge eine solche Einschätzung wissenschaftlich unzureichend ist. Letzteres ist auch die Ansicht von Prof. Dr. Wilfried Kuhn, der u.a. von 1.7.2001 bis 30.9.2017 Chefarzt der Neurologischen Klinik des Leopoldina-Krankenhauses in Schweinfurt war und zudem als apl. Professor und der Universität Bochum lehrt. Er beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit Grenzerfahrungen zwischen Spiritualität und Wissenschaft und mit verschiedenen Meditationstechniken (Transzendentale Meditation, Buddhistische Achtsamkeitsmeditation, Yoga des Licht- und Tonstroms). Im Rahmen des Gespräch wird einerseits zur Geltung gebracht, was die Möglichkeiten und die Grenzen neurologischer Erklärungen von Nahtoderfahrungen und verwandten Phänomenen sind und welche weiteren wissenschaftlichen Potenziale einer Auseinandersetzung mit diesem Thema innewohnen. Ebenso wird erörtert, welche Bedeutung eine Infragestellung eines reduktiv-materialistischen Menschenbild für das Verständnis von Krankheit und Heilungen haben kann.

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